Pflicht zur schriftilichen Arbeitszeiterfassung / Zoll prüft verstärkt

Das Arbeitnehmerentsendegesetz (AEntG), in Kraft getretene Fassung vom 24.04.2009, schreibt vor, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit der Mitarbeiter aufzuzeichnen und diese Aufzeichnungen mindestens 2 Jahre aufzubewahren. Die Dokumentation gilt für die im Baubereich tätigen Unternehmen, die einem Tarifvertrag unterliegen, der ein Mindestentgelt enthält.

Dies sind:

  • Bauhauptgewerbe
  • Elektrohandwerk
  • Maler‐ und Lackiererhandwerk
  • Achtung: Die Aufzeichnungspflicht gilt auch für geringfügig beschäftigte Mitarbeiter/innen („450,00 € Kräfte“)

Gelten für den gesamten Betrieb oder Betriebsabteilung einheitliche Arbeitszeiten die von allen Mitarbeitern eingehalten werden, kann man die generelle Erfassung der täglichen Arbeitszeit vornehmen. Kommt es insbesondere wegen der Tätigkeit auf Baustellen zu unterschiedlichen Arbeitszeiten der einzelnen Arbeitnehmer, sind diese für jeden Arbeitstag individuell zu erfassen.
Für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten sind die Behörden der Zollverwaltung zuständig (§ 16 AEntG). Verstöße gegen diese Aufzeichnungspflichten können mit Bußgeld belegt werden (23 AEntG). Nehmen Sie diese Verpflichtung ernst, es wurden bereits Bußgelder in erheblicher Höhe wegen Verstoßes gegen diese Aufzeichnungspflicht verhängt.